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es kann nie wieder so werden, wie es einmal war.

ich werde nie wieder das zimmer mit der blauen wand in deiner hellblauen schlaghose verlassen, um in die stadt zu fahren und dort das öffentliche kaffee-trinken zu üben. unterwegs im pappbecher natürlich, mich irgendwo hinzusetzen wäre undenkbar gewesen. damals vor drei jahren.
ich kann auch nie wieder zu dir auf die matratze flüchten und glauben, dass du mich immerundimmerundimmer lieben wirst. ich kann nie wieder mit dir in der dusche stehen, die wassertropfen beobachten, die in kleinen rinnsalen über deine lieblichen gesichtszüge laufen, und glauben, dass dies die nie endende höchste erfüllung ist. ich kann überhaupt nicht mehr an irgendetwas UN-ENDLICHES glauben.

ich kann nie wieder kartons packen und dir dabei zusehen, wie du welche packst und sie gemeinsam mit dir in eine wohnung tragen, die uns beiden gehört, weil wir nie wieder einen engen lebensraum miteinander teilen können, da wir gesehen haben, wohin es uns führt. du kannst mir nie wieder auf einem aufgeschütteten sandberg entgegenrufen: jajaja, ich heirate dich! wir können uns nie wieder ringe anstecken und überlegen, wo wir uns das ewigkeits-wort sagen werden, weil selbst der alte ring noch wie ein stein auf meinem herzen liegt.

und auch, wenn das wissen um all die dinge, die ich nie wieder so erleben werde, wie ich sie erlebt habe, sekunde für sekunde präsent ist und schmerzt, spüre ich noch immer die tiefe verbundenheit zu dir, die ich damals gespürt habe, die mich am ersten abend bis in die tiefsten tiefen berührt hat und mein beweis für das wieder- und wiedererfahren des lebens war. und immer noch fühle ich die tiefste aller lieben, wenn ich an dich denke und spüre selbst über die entfernung hinweg, dass du zu mir denkst und fühlst und dass alles gut ist. und dass wir niemals wirklich getrennt sein werden. in wahrheit waren wir noch niemals getrennt.

"die meisten menschen, die ihre dualseele treffen, wissen gar nicht wie ihnen geschieht. es ist wie magie. sie fühlen sich zueinander hingezogen, als würden sie sich schon immer kennen, und wenn sie beisammen sind, haben beide das gefühl, endlich zu hause angekommen zu sein. [...] jede trennung schmerzt, man hat das gefühl, den schlüssel für sein schloss gefunden zu haben und umgekehrt - und man fühlt sich immer wie permanent von einem magneten aneinander gezogen."
27.11.09 23:35
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


sternenwanderer / Website (27.11.09 23:35)
wow, das klingt unheimlich ehrlich. und traurig.

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